Mit dem Korridor Rechter Rhein wird die hoch belastete Bahnstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden umfassend modernisiert. Die Strecke gehört zur europäischen Rhein-Alpen-Verbindung. Die bedeutende Güterverkehrsachse in Deutschland ist die wichtigste Verbindung von den westlichen Nordseehäfen über Süddeutschland bis in den Alpenraum und Italien.
Vom 10. Juli 2026 bis zum 12. Dezember 2026 wird die Strecke am rechten Rheinufer voll gesperrt. In dieser Zeit werden umfangreiche Leistungen gebündelt, um die Strecke für die nächsten Jahre fit zu machen. Wir sind Teil der Korridorsanierung Rechter Rhein und verantwortlich für das Los 2. Dieses erstreckt sich über 41,3 km von Kaub bis Oberlahnstein.
Auf dem gesamten Korridor Rechter Rhein werden Gleise, Weichen und Signale mit modernstem Standard ausgerüstet und neue elektronische Stellwerkstechnik installiert. Teilweise werden neue Oberleitungsanlagen errichtet und der Fahrdraht gewechselt. Darüber hinaus werden 36 Verkehrsstationen auf der Strecke modernisiert, Personenunterführungen erneuert und Bahnsteige verlängert.
Wir leisten die Korridorsanierung als Generalunternehmer für das Los 2 und setzen eine Vielzahl an Bauleistungen gemeinsam mit unseren Partnern um. Bei der Sanierung der Strecke Rechter Rhein realisieren wir einen großen Umfang im Bereich Ingenieurbau.
Update #16 – 1. Oktober 2026
Der Stand der Arbeiten an der Oberleitung fällt sehr unterschiedlich aus, da der Bauablauf sehr verschachtelt ist und viele Zwangspunkte beachtet werden müssen. In der Überleitstelle St. Goarshausen haben wir die neue Oberleitung bereits fertiggestellt. In der Überleitstelle Braubach sind erste Tragseile und die Fahrleitung gezogen. Im Bereich Oberlahnstein-Osterspai haben unsere Kolonnen erste Tragseilzüge durchgeführt und Ausleger montiert.
Die Oberleitungsanlage nimmt Gestalt an, das heißt: Das Gros der Gründungen ist ausgeführt und fast alle OLA-Masten gestellt. In der vergangenen Woche sind bis auf wenige Ausnahmen, wo dem schwierigen Untergrund mit Betonfertigteilen begegnet wird, alle Rammrohrgründungen für die Signale abgeschlossen worden. Die letzten drei Gründungen laufen gerade für die Signalausleger im Bereich Loreley/Oberlahnstein, wo ein Gleisgründungszug für die notwendigen Bohrpfähle zum Einsatz kommt.
Unsere Teams der Leit- und Sicherungstechnik hatten in den letzten Wochen viel Arbeit mit den über 30 neuen Weichen. Alle neu installierten Weichen wurden ausgerüstet und teilweise schon vorabgenommen. Um den Einbau der entsprechenden Heizungen kümmert sich das 50Hz-Team im Unternehmensbereich Ausrüstung/Elektrotechnik. Mehr Hintergründe zu den Aufgaben der ausrüstenden Gewerke gibt es im nächsten Update zum Rechten Rhein.
Update #14 – 23. September 2026
Unsere Teams aus der gesamten Unternehmensgruppe nähern sich der Hälfte der Bauzeit. Was bisher erreicht wurde, ist beachtlich: So erreichten bspw. unsere Oberbau-Teams in der vergangenen Woche einen kleinen Meilenstein: Die letzte neue Weiche wurde eingebaut und verschweißt. Aktuell befinden sich die meisten Fahrwegkolonnen im Abschnitt Loreley und führen die Gleiserneuerung u. a. im Loreley-Tunnel durch. Ein wichtiges Thema ist dabei die Tunnelbewetterung.
Unsere SPITZKE SCHWEISSTECHNIK GmbH bewies mit Schweißteams aus Bochum, Kaltenkirchen und Großbeeren einmal mehr eine gute, standortübergreifende Zusammenarbeit und stellte durch kurzfristiges Einspringen sicher, dass Lücken geschlossen und der Baufortschritt vorangetrieben werden konnten.
Wo Gleise umgebaut werden, muss auch die Logistik rollen: Die SPITZKE BAHNSICHERUNG GmbH hat alle 40 Einzelweichensteuerungen (EWS), über die wir verfügen, im Einsatz. „Unsere Leute haben die EWS im Griff, das funktioniert gut, auch die Wartung und Funktionsfähigkeit passt“, zeigt sich unser Projektleiter Florian Bauer erfreut.
Ganz im Norden unseres Baufeldes wird der Stellbereich Oberlahnstein von unseren Kabeltiefbauteams bearbeitet, 280 von 350 km Kabel sind bereits verlegt. Zum Vergleich: Im Leistungsverzeichnis waren ursprünglich 80 km Kabel ausgeschrieben.
Update #13 – 18. September 2026
In den letzten sieben Wochen wurde die Eisenbahnüberführung (EÜ) Blütenweg abgerissen und komplett zurückgebaut. Nun wurde ein wesentlicher Meilenstein erreicht. Ende August wurden die neuen Überbauten per Autokran eingehoben (s. Video Update 12).
Die Eisenbahnbrücke ist deshalb so wichtig, weil sie die gesamte Logistik in unserem Bauabschnitt unterbrach. Vom Norden mussten bis dato sämtliche Transporte durch die Lose 3 und 4 (Leonhard Weiss) Richtung Koblenz und im Süden durch das Los 1 (Hochtief) in Richtung Wiesbaden gefahren werden. Am 14. September bauten die Gleisbaukolonnen unseres Kompetenzzentrums Mitte die zwei 34 m langen Gleisabschnitte wieder ein, wenige Tage später realisierten unsere Teams die Rückschwenkung der Oberleitungsanlage und Rückverlegung der Bestandskabel. Nun besteht neue Baufreiheit und der Kabelzug auf der Strecke kann vervollständigt werden.
Beim Neubau der EÜ Blütenweg war die gute Abstimmung und Zusammenarbeit unserer Fachbereiche Großprojekte/Ingenieurbau, Fahrweg, sowie den Abteilungen Oberleitung, Leit- und Sicherungstechnik, elektrische Energieanlagen und dem Unternehmensbereich Ausrüstung/Elektrotechnik das A und O: In nur sechs Wochen wurde die Brücke inkl. der Gleisanlage komplett zurückgebaut, die Bohrpfähle gegründet, Widerlager aufgebaut und Stahlbrücken eingehoben. In weniger als zehn Wochen leisteten wir den Lückenschluss bei der Korridorsanierung Rechter Rhein im Los 2.
Update #11 – 19. August 2026
Die ersten Wochen sind gut verlaufen, viele Leistungen sind geschafft. Das bedeutet nicht, dass die Herausforderungen ausbleiben. Unsere Projekt- und Bauleiter räumen täglich Steine aus dem Weg, denn täglich werden sie mit Änderungen konfrontiert.
„Unbekannte Bestandsbauwerke, nicht verzeichnete Kabel und weitere Unwägbarkeiten, mit denen man morgens nicht rechnet, wenn man in den Arbeitstag startet“, sagt unser Oberbauleiter aus dem Bereich Großprojekte/Ingenieurbau. Änderungen wirken sich auf den Bauablauf, die Abläufe und Zeitpläne aller Gewerke aus und müssen in Einklang gebracht werden. Genau diese Komplexität macht diese Tätigkeiten so spannend – kein Tag gleicht dem anderen.
Update #8 –10. Juli 2026
Heute beginnt die Hauptsperrung auf dem Korridorprojekt Rechter Rhein. Um 21 Uhr wird die Strecke zwischen Wiesbaden und Troisdorf bis vorrausssichtlich Dezember 2026 voll gesperrt. Im Vorlauf der Totalsperrung sperren unsere Teams Gleise und Weichen, stellen Sh2-Scheiben auf und Weichenantriebe ab. Drei Stellwerke und die Oberleitung werden abgeschaltet, das OLA-Erdungskonzept realisiert, der Eingang der Materiallieferzüge sowie das Eingleisen koordiniert. Das Großprojekt rollt an und wird innerhalb weniger Stunden Fahrt aufnehmen. Wir wünschen allen, die beteiligt sind, einen erfolgreichen Projektstart.
Update #7 – 9. Mai 2026
Wohin mit Erde, Schotter und Abbruchmaterial? Freie Flächen sind am Rhein Mangelware. Neben dem Fluss verläuft die Straße, dann die Bahn und dann kommt der Fels. Die wenigen vorhandenen Flächen unterliegen strengen Auflagen, denn das Obere Mittelrheintal ist Weltkulturerbe, die Umweltbauüberwachung entsprechend rigoros. Auf Flächen im Hochwasserschutzgebiet darf z. B. kein Schüttgut gelagert werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die größte Fläche für Material dezentral am nördlichen Ende in einem Trinkwasserschutzgebiet liegt. Einiges an Material, Maschinen und Technik wird über die Straße rollen müssen.
Update #6 – 28. März 2026
Die Bahnstrecke verläuft nicht nur direkt neben dem Rhein, sie wird auf der anderen Seite auch von Felshängen begrenzt. Diese Hänge müssen gesichert sein, um zu verhindern, dass Steine und Geröll auf die Eisenbahnstrecke fallen können. Im Zuge der Korridorsanierung wird die Felshangsicherung auf rund 6.000 m² erneuert. Dafür sind unsere Kollegen bereits jetzt im Einsatz und bereiten die Arbeiten vor. Die Stahlsicherungen werden aufgrund der schwierigen Lage per Helikopter ins Baufeld transportiert.
Update #5 – 8. November 2025
Wir sind im Bauabschnitt 2 zwischen Kaub und Oberlahnstein aktiv, leisteten im November aber im benachbarten Bauabschnitt 1 dringende Oberbaumaßnahmen in Hattenheim. Im Bf Hattenheim bauten wir auf knapp 1.000 m Länge eine neue 30 cm tiefe Planumsschutzschicht und neuen Schotter ein. Da das Wasser im Gleis stand, wurde auch die Entwässerung erneuert. Hier bauten unsere Kollegen insgesamt 517 m neue Tiefenentwässerung ein und erneuerten das Planum. Darüber hinaus mussten sämtliche Schienenstegdämpfer per Hand entfernt werden.
Update #4 – 3. September 2025
Die Ausführungsplanung für den Korridor Rechter Rhein ist aktuell das zentrale Thema. Unser Planungskoordinator hat das Projekt seit April strukturiert, organisiert und die Kommunikation sowie den Datenaustausch aufgesetzt. „Herausfordernd ist die schiere Menge an Planungsleistungen, wir haben nur ein halbes Jahr Zeit“, sagt er. „Aber alle Beteiligten in der Projektplanung und ausführende Personen arbeiten Hand in Hand. Neben dem Vorantreiben der Planungen, achte ich auch auf die richtige Kommunikation“. Denn wie wir wissen, sind richtige Absprachen die Basis für den Erfolg unserer Projekte. So entsteht aus der Entwurfsplanung eine fundierte Ausführungsplanung aller Gewerke.
Update #3 – 15. Juli 2025
Um die vielen Maßnahmen der fünfmonatigen Hauptsperrung 2026 umzusetzen, wurden in einer vorbereitenden ersten Sperrpause wichtige Leistungen umgesetzt. Aus Gründen der Logistik muss ein Durchlass vorab zurückgebaut und erneuert werden. Nachdem die Stützwand verfestigt war, konnte die Baugrube hergestellt werden. Unsere Fahrweg-Kolonnen bauten das Gleis zurück und die OLA-Teams verschwenkten die Oberleitungsanlage, damit unsere Ingenieurbau-Profis den alten Durchlass abbrechen und den neuen als Fertigteil einheben konnten. Ein straffes Programm für sechs Tage – unsere Teams hatten nur 150 Stunden Zeit.
Update #2 – 15. Mai 2025
Für dieses Korridorprojekt sind alle unsere Kompetenzen gefragt und alle Standorte und Niederlassungen im Einsatz. Den größten Anteil am Auftragsvolumen – rund 60 % – liegen in unserem Unternehmensbereich Großprojekte/Ingenieurbau. Als Generalunternehmer für das Los 2 setzen wir die Ingenieurbauleistungen mit unseren Partnern Vinci SA, H. Klostermann Baugesellschaft mbH sowie Himmel u. Papesch Bauunternehmung GmbH um. Zurückgebaut, saniert bzw. neugebaut werden u. a. drei Durchlässe, eine Fußgängerüberführung, acht Eisenbahnüberführungen, acht Verkehrsstationen sowie 1.800 m Schwergewichtswänden und 5.800 m² Felshangsicherung.
Update #1 – 10. April 2025
Wir sind von der DB InfraGO mit der Ausführung der Korridorsanierung Rechter Rhein beauftragt. Seit August 2024 bearbeiten unsere Kolleginnen und Kollegen die Unterlagen für ein Angebot zur Ausschreibung. Nach der Submission im Januar haben wir im März den Zuschlag erhalten. Die Bahnstrecke von Wiesbaden bis Unkel, südlich von Bonn, ist in vier Lose unterteilt. Wir sind im Los 2 für den 41,3 km langen Bauabschnitt zwischen Kaub und Oberlahnstein verantwortlich. Die Planungen und Vorbereitungen sind angelaufen: auf geht´s!
Update #16 – 1. Oktober 2026
Der Stand der Arbeiten an der Oberleitung fällt sehr unterschiedlich aus, da der Bauablauf sehr verschachtelt ist und viele Zwangspunkte beachtet werden müssen. In der Überleitstelle St. Goarshausen haben wir die neue Oberleitung bereits fertiggestellt. In der Überleitstelle Braubach sind erste Tragseile und die Fahrleitung gezogen. Im Bereich Oberlahnstein-Osterspai haben unsere Kolonnen erste Tragseilzüge durchgeführt und Ausleger montiert.
Die Oberleitungsanlage nimmt Gestalt an, das heißt: Das Gros der Gründungen ist ausgeführt und fast alle OLA-Masten gestellt. In der vergangenen Woche sind bis auf wenige Ausnahmen, wo dem schwierigen Untergrund mit Betonfertigteilen begegnet wird, alle Rammrohrgründungen für die Signale abgeschlossen worden. Die letzten drei Gründungen laufen gerade für die Signalausleger im Bereich Loreley/Oberlahnstein, wo ein Gleisgründungszug für die notwendigen Bohrpfähle zum Einsatz kommt.
Unsere Teams der Leit- und Sicherungstechnik hatten in den letzten Wochen viel Arbeit mit den über 30 neuen Weichen. Alle neu installierten Weichen wurden ausgerüstet und teilweise schon vorabgenommen. Um den Einbau der entsprechenden Heizungen kümmert sich das 50Hz-Team im Unternehmensbereich Ausrüstung/Elektrotechnik. Mehr Hintergründe zu den Aufgaben der ausrüstenden Gewerke gibt es im nächsten Update zum Rechten Rhein.
Update #14 – 23. September 2026
Unsere Teams aus der gesamten Unternehmensgruppe nähern sich der Hälfte der Bauzeit. Was bisher erreicht wurde, ist beachtlich: So erreichten bspw. unsere Oberbau-Teams in der vergangenen Woche einen kleinen Meilenstein: Die letzte neue Weiche wurde eingebaut und verschweißt. Aktuell befinden sich die meisten Fahrwegkolonnen im Abschnitt Loreley und führen die Gleiserneuerung u. a. im Loreley-Tunnel durch. Ein wichtiges Thema ist dabei die Tunnelbewetterung.
Unsere SPITZKE SCHWEISSTECHNIK GmbH bewies mit Schweißteams aus Bochum, Kaltenkirchen und Großbeeren einmal mehr eine gute, standortübergreifende Zusammenarbeit und stellte durch kurzfristiges Einspringen sicher, dass Lücken geschlossen und der Baufortschritt vorangetrieben werden konnten.
Wo Gleise umgebaut werden, muss auch die Logistik rollen: Die SPITZKE BAHNSICHERUNG GmbH hat alle 40 Einzelweichensteuerungen (EWS), über die wir verfügen, im Einsatz. „Unsere Leute haben die EWS im Griff, das funktioniert gut, auch die Wartung und Funktionsfähigkeit passt“, zeigt sich unser Projektleiter Florian Bauer erfreut.
Ganz im Norden unseres Baufeldes wird der Stellbereich Oberlahnstein von unseren Kabeltiefbauteams bearbeitet, 280 von 350 km Kabel sind bereits verlegt. Zum Vergleich: Im Leistungsverzeichnis waren ursprünglich 80 km Kabel ausgeschrieben.
Update #13 – 18. September 2026
In den letzten sieben Wochen wurde die Eisenbahnüberführung (EÜ) Blütenweg abgerissen und komplett zurückgebaut. Nun wurde ein wesentlicher Meilenstein erreicht. Ende August wurden die neuen Überbauten per Autokran eingehoben (s. Video Update 12).
Die Eisenbahnbrücke ist deshalb so wichtig, weil sie die gesamte Logistik in unserem Bauabschnitt unterbrach. Vom Norden mussten bis dato sämtliche Transporte durch die Lose 3 und 4 (Leonhard Weiss) Richtung Koblenz und im Süden durch das Los 1 (Hochtief) in Richtung Wiesbaden gefahren werden. Am 14. September bauten die Gleisbaukolonnen unseres Kompetenzzentrums Mitte die zwei 34 m langen Gleisabschnitte wieder ein, wenige Tage später realisierten unsere Teams die Rückschwenkung der Oberleitungsanlage und Rückverlegung der Bestandskabel. Nun besteht neue Baufreiheit und der Kabelzug auf der Strecke kann vervollständigt werden.
Beim Neubau der EÜ Blütenweg war die gute Abstimmung und Zusammenarbeit unserer Fachbereiche Großprojekte/Ingenieurbau, Fahrweg, sowie den Abteilungen Oberleitung, Leit- und Sicherungstechnik, elektrische Energieanlagen und dem Unternehmensbereich Ausrüstung/Elektrotechnik das A und O: In nur sechs Wochen wurde die Brücke inkl. der Gleisanlage komplett zurückgebaut, die Bohrpfähle gegründet, Widerlager aufgebaut und Stahlbrücken eingehoben. In weniger als zehn Wochen leisteten wir den Lückenschluss bei der Korridorsanierung Rechter Rhein im Los 2.
Update #11 – 19. August 2026
Die ersten Wochen sind gut verlaufen, viele Leistungen sind geschafft. Das bedeutet nicht, dass die Herausforderungen ausbleiben. Unsere Projekt- und Bauleiter räumen täglich Steine aus dem Weg, denn täglich werden sie mit Änderungen konfrontiert.
„Unbekannte Bestandsbauwerke, nicht verzeichnete Kabel und weitere Unwägbarkeiten, mit denen man morgens nicht rechnet, wenn man in den Arbeitstag startet“, sagt unser Oberbauleiter aus dem Bereich Großprojekte/Ingenieurbau. Änderungen wirken sich auf den Bauablauf, die Abläufe und Zeitpläne aller Gewerke aus und müssen in Einklang gebracht werden. Genau diese Komplexität macht diese Tätigkeiten so spannend – kein Tag gleicht dem anderen.
Update #8 –10. Juli 2026
Heute beginnt die Hauptsperrung auf dem Korridorprojekt Rechter Rhein. Um 21 Uhr wird die Strecke zwischen Wiesbaden und Troisdorf bis vorrausssichtlich Dezember 2026 voll gesperrt. Im Vorlauf der Totalsperrung sperren unsere Teams Gleise und Weichen, stellen Sh2-Scheiben auf und Weichenantriebe ab. Drei Stellwerke und die Oberleitung werden abgeschaltet, das OLA-Erdungskonzept realisiert, der Eingang der Materiallieferzüge sowie das Eingleisen koordiniert. Das Großprojekt rollt an und wird innerhalb weniger Stunden Fahrt aufnehmen. Wir wünschen allen, die beteiligt sind, einen erfolgreichen Projektstart.
Update #7 – 9. Mai 2026
Wohin mit Erde, Schotter und Abbruchmaterial? Freie Flächen sind am Rhein Mangelware. Neben dem Fluss verläuft die Straße, dann die Bahn und dann kommt der Fels. Die wenigen vorhandenen Flächen unterliegen strengen Auflagen, denn das Obere Mittelrheintal ist Weltkulturerbe, die Umweltbauüberwachung entsprechend rigoros. Auf Flächen im Hochwasserschutzgebiet darf z. B. kein Schüttgut gelagert werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die größte Fläche für Material dezentral am nördlichen Ende in einem Trinkwasserschutzgebiet liegt. Einiges an Material, Maschinen und Technik wird über die Straße rollen müssen.
Update #6 – 28. März 2026
Die Bahnstrecke verläuft nicht nur direkt neben dem Rhein, sie wird auf der anderen Seite auch von Felshängen begrenzt. Diese Hänge müssen gesichert sein, um zu verhindern, dass Steine und Geröll auf die Eisenbahnstrecke fallen können. Im Zuge der Korridorsanierung wird die Felshangsicherung auf rund 6.000 m² erneuert. Dafür sind unsere Kollegen bereits jetzt im Einsatz und bereiten die Arbeiten vor. Die Stahlsicherungen werden aufgrund der schwierigen Lage per Helikopter ins Baufeld transportiert.
Update #5 – 8. November 2025
Wir sind im Bauabschnitt 2 zwischen Kaub und Oberlahnstein aktiv, leisteten im November aber im benachbarten Bauabschnitt 1 dringende Oberbaumaßnahmen in Hattenheim. Im Bf Hattenheim bauten wir auf knapp 1.000 m Länge eine neue 30 cm tiefe Planumsschutzschicht und neuen Schotter ein. Da das Wasser im Gleis stand, wurde auch die Entwässerung erneuert. Hier bauten unsere Kollegen insgesamt 517 m neue Tiefenentwässerung ein und erneuerten das Planum. Darüber hinaus mussten sämtliche Schienenstegdämpfer per Hand entfernt werden.
Update #4 – 3. September 2025
Die Ausführungsplanung für den Korridor Rechter Rhein ist aktuell das zentrale Thema. Unser Planungskoordinator hat das Projekt seit April strukturiert, organisiert und die Kommunikation sowie den Datenaustausch aufgesetzt. „Herausfordernd ist die schiere Menge an Planungsleistungen, wir haben nur ein halbes Jahr Zeit“, sagt er. „Aber alle Beteiligten in der Projektplanung und ausführende Personen arbeiten Hand in Hand. Neben dem Vorantreiben der Planungen, achte ich auch auf die richtige Kommunikation“. Denn wie wir wissen, sind richtige Absprachen die Basis für den Erfolg unserer Projekte. So entsteht aus der Entwurfsplanung eine fundierte Ausführungsplanung aller Gewerke.
Update #3 – 15. Juli 2025
Um die vielen Maßnahmen der fünfmonatigen Hauptsperrung 2026 umzusetzen, wurden in einer vorbereitenden ersten Sperrpause wichtige Leistungen umgesetzt. Aus Gründen der Logistik muss ein Durchlass vorab zurückgebaut und erneuert werden. Nachdem die Stützwand verfestigt war, konnte die Baugrube hergestellt werden. Unsere Fahrweg-Kolonnen bauten das Gleis zurück und die OLA-Teams verschwenkten die Oberleitungsanlage, damit unsere Ingenieurbau-Profis den alten Durchlass abbrechen und den neuen als Fertigteil einheben konnten. Ein straffes Programm für sechs Tage – unsere Teams hatten nur 150 Stunden Zeit.
Update #2 – 15. Mai 2025
Für dieses Korridorprojekt sind alle unsere Kompetenzen gefragt und alle Standorte und Niederlassungen im Einsatz. Den größten Anteil am Auftragsvolumen – rund 60 % – liegen in unserem Unternehmensbereich Großprojekte/Ingenieurbau. Als Generalunternehmer für das Los 2 setzen wir die Ingenieurbauleistungen mit unseren Partnern Vinci SA, H. Klostermann Baugesellschaft mbH sowie Himmel u. Papesch Bauunternehmung GmbH um. Zurückgebaut, saniert bzw. neugebaut werden u. a. drei Durchlässe, eine Fußgängerüberführung, acht Eisenbahnüberführungen, acht Verkehrsstationen sowie 1.800 m Schwergewichtswänden und 5.800 m² Felshangsicherung.
Update #1 – 10. April 2025
Wir sind von der DB InfraGO mit der Ausführung der Korridorsanierung Rechter Rhein beauftragt. Seit August 2024 bearbeiten unsere Kolleginnen und Kollegen die Unterlagen für ein Angebot zur Ausschreibung. Nach der Submission im Januar haben wir im März den Zuschlag erhalten. Die Bahnstrecke von Wiesbaden bis Unkel, südlich von Bonn, ist in vier Lose unterteilt. Wir sind im Los 2 für den 41,3 km langen Bauabschnitt zwischen Kaub und Oberlahnstein verantwortlich. Die Planungen und Vorbereitungen sind angelaufen: auf geht´s!
Unsere Leistungen im Los 2 sind in drei große Bereiche gegliedert:
Maßnahmen Großprojekte/Ingenieurbau (Auszug):
Maßnahmen Ausrüstung/Elektrotechnik (Auszug):
Maßnahmen Fahrweg (Auszug):
#TeamRechterRhein
Ansprechpartner Presse
Kristin Gebhardt
Telefon: +49 33701 901-20163
E-Mail: kristin.gebhardt@spitzke.com
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